Meßkirch, Baden-Württemberg
meine Familie, mein Herz.
morgens früh raus. Zug. wie immer. ich will schlafen,
doch dieses mal ist Philipp dabei.
ich betrachte ihn lieber als zu schlafen.
Die Zeit vergeht im flug. 10 Stunden fahren, 6 mal umsteigen
nur beim letzten mal müssen wir auf den Zug warten. Philipp freut sich. rennt schreit und jagt tauben. bezaubernd. ich könnte ihn den ganzen Tag betrachten. ich schau aus dem Fenster. Lange waren wir nicht hier. ich hab schon vergessen wir ich den Süden liebe. so viel Natur, Berge und kaum bis gar keine Industrie. Hier gibt es noch Dörfer und Bauern. ein Herz.
Wir sind da. Am Ausgang sehen wir unseren Onkel, eine Cousine und ihren Freund.
ein riesen Grinsen. Umarmung und Freude. achja. Meine Familie ♥
wir fahren zum ersten mal mit meiner Cousine. ich mag ihren Fahrstill. so gar nicht abbremsen in den Kurven. mega. ich seh schon wieder diesen Wald. den seh ich immer. der ist wunderschön. so riesig. wir kommen an.
Es fühlt sich alles so gut an. gar nichts fremd. Ich weiß sogar noch wo die Gläser stehen. Und wie das bei uns nunmal üblich ist: alle an den Tisch und essen. 13 Leute oder so an einem Tisch :)
wir gucken den Kindern zu. reden. wir haben uns lange nicht gesehen.
Wir reden bis einer nach dem anderen einschläft.
Ich bin nur Nachts aufgewacht und hab gemerkt, dass ich mich weder umgezogen noch abgeschminkt oder sonstiges gemacht hab. Noch nicht einmal zugedeckt bin ich. egal.
nächster Tag
wir wachen auf. 13 Uhr. Naja wir sind halt müde. aufstehen.
Onkel: (allerdings auf russisch) "ich glaubs nicht, ich hab schon 11 mal den Wasserkocher angemacht und ihr seid immernoch nicht aufgestanden"
Tom: "kannst du es auch noch ein 12 mal?" :) "klaro!"
und sofort los. Omas Grab. wir waren letztes Jahr nicht hier, haben den Grabstein noch nicht gesehen. Ich hab schon auf dem weg dieses grummel Gefühl. Ich mach mein Handy aus. will für mich sein. wir gehen hin und er ist wunderschön. zwei Steine die von oben gesehen ein Herz bilden. wir stellen unseren Engel dazu, frische Blumen. ich muss mit dem Tränen kämpfen, lasse sie nicht zu. Ich hab schon so viel geweint. Mamas Hand nehmen. sie leidet am meisten. Philipp spielt, findet die Kieselsteine lustig. ein Gebet, wir gehen.
Zu hause. Ich werde zum Menschen. Die Dusche kommt mir neu vor. Naja, besser als in America. Ich mach mich frisch, zieh Papas Shorts an. schön. Ich bin wieder menschlich.
Grill, festessen. alleman wieder am Tisch. Danach: Eis essen mit meiner Schwester und den beiden Cousinen die gerade da sind. laufen? ist nicht weit. Nein. Wir haben ein Auto da. also hops.
Eis.Eis.Eis. Danach in den Park. wie ich die Mädchen liebe *_*
wir kommen nach hause und unsere Männer hocken auf dem Boden neben dem Samovar :D
typisch, naja sie reden. Lebensgeschichten, Erfahrungen, Alles. und ich merke wie ich die russische Sprache liebe und ärgere mich, dass ich sie nicht kann.
Wir Frauen räumen auf und sitzen in der Küche, Männer schlafen und ich höre wieder neue Sachen aus dem Leben meiner Mama. So ein Leben werde ich wohl nie haben. Internat, Kindheit auf dem Bauernhof, Motorrad Unfall - vom Lkw getroffen. eine Woche danach Hochzeit. davor dieses Verliebtsein und die gemeinsame Zeit und das Kennenlernen mit meinem Papa. was sie gemacht haben, wie die kaum gegessen haben, achja. so langsam gehen dann doch alle.
und ich sitze im Dunkeln und schreibe hier. Sinnloses Zeug, dass eh keinen Interessiert. mh, ich sollte mir ein Tagebuch anlegen. Gute Nach Welt, diesmal habe ich meine Schlafsachen gefunden.
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heute bist du weggefahren. 3 Wochen nichts von dir hören. Hoffentlich denkst du an mich. Hoffentlich bekomm ich ein Lebenszeichen von dir. Wie lange habe ich dich schon nicht gesehen.
Montag am Innenhafen gewesen, unser Platz. egal was wir unternehmen, wir landen immer da. immer. da wo.. ach einfach da. Ich hatte so viele Bilder im Kopf, deine Stimme, dein Lächeln, deine Näher Wie wir da standen. all diese Sachen, die dir immer auffallen diese Löcher im Boden, die Brücke, Legoland. der Steg, einfach alles verdammt. Du fehlst mir. oh du fehlst mir.
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